Kegeltour Calpe in Spanien 2008

Costa Blanca wir kommen

Im Jahr 2008 leistete das Organisationsteam (Ö & Q´cha) ganze Arbeit. Niemand hatte auch nur eine leise Ahnung davon, wohin es auf Tour gehen sollte.

Wir bekamen beim letzten Kegeln vor der Tour noch einen Zettel in die Hand gedrückt, was man angeblich so alles benötigen würde, aber auch das führte nur zu einer noch größeren Verwirrung. Die Spekulationen führten von Holland über Polen bis hin zu Bulgarien. Auch ob es mit dem Bus, dem Schiff oder dem Flugzeug los gehen sollte, war ungewiss, was bei manchen zu schlaflosen Nächten geführt haben soll. Und diese Personen sind nicht Seekrank.

Acht Erklärbären fuhren eine ganze Woche auf Tour, drei Jungs kamen nach und einer musste ganz passen. Wir trafen uns Samstag morgens am Busbahnhof in Leverkusen Mitte. Diese Info half uns leider auch nicht wirklich weiter, denn von hieraus fuhren wir mit der Bahn in Richtung……Düsseldorf. Ok, dann also doch fliegen, sehr schön. Wohin wussten wir allerdings immer noch nicht. Und es wurde auch tatsächlich erst am Schalter, als uns die nette Dame dahinter fragte, wohin es denn gehen sollte und wir antworten mussten „keine Ahnung“, aufgelöst. Er wurde eine echte Revivaltour nach………CALPE ! Das war ja mal ein echter Hammer. Hier hatten alle von uns entweder vor 5 oder 10 Jahren jeweils eine KJG – Freizeit verbracht. Ein echtes Highlight unserer Jugend oder was auch immer.

Einige konnten sich trotzdem nur bedingt freuen denn es standen ja noch schöne 2 Stunden Flugzeit nach Alicante auf dem Plan. Aber auch das haben die beiden (nennen wir sie mal Markus K. und Christian B., Namen wie immer zufällig ausgewählt und von der Redaktion geändert) ganz toll hinbekommen. Dort dann vor Ort ab in die Mietautos und schon ging es nach Calpe City. Schlüssel abgeholt und dann zogen wir in unsere Villa, 300 Meter von unserem damaligen Traumstrand entfernt, ein. Ich denke mal die Nachbarn haben sich sofort gefreut als sie uns und unseren Ghetto kommen sahen und wir knüpften über die nächsten Tage eine richtig dicke Freundschaft zu einem Spanier (der lustiger Weise auch noch Olaf hieß). Leider war diese Freundschaft sehr einseitig und wir lernten schnell die Siesta- und Abendruhezeiten kennen.

Auch wurden wir dicke Kumpels mit der ansässigen „Policia Local“. Diese stellte sich bei uns persönlich vor. Leider verstanden wir nur „Senior Heine“, nachdem unser Pirelli als Hauptangeklagter im Verzeichnis der Jungs aufgenommen wurde. Englisch oder Deutsch war hier Fehlanzeige. Bei uns war es leider mit den Spanischkenntnissen nicht weit her. Zwei Überraschungen hatte unser Orgateam für uns noch auf Lager. Zum einen bekamen wir alle eine tolle EB – Freizeithose, eine wirklich praktische und tolle Idee. Zum anderen durften wir zu den eh schon recht hohen Tourkosten feststellen, das Essen & Trinken darin noch nicht enthalten war und dieses separat ging. Weitere 50 € verließen die bisherigen Besitzer. Naja, aufgrund der tollen Unterkunft und der tollen Organisation schauten wir darüber großzügig hinweg.

Den ersten Abend verbrachten wir im Comix, jener Discothek, welche uns schon damals begeisterte. Allerdings hatten wir vergessen, das die Uhren in Spanien einfach anders ticken. 2 Uhr in der Disko, da geht ja mal gar nichts. Einige von uns haben sich wohl in dieser Zeit heimlich etwas eingeschmissen, denn diese kamen nachher von der Tanzfläche (es war MTA Video 8 Nacht) gar nicht mehr runter. Gut, dass die Kamera nur ein Fake war, sonst…..)!

Und so verbrachten wir die nächsten Tage unheimlich viele schöne & lustige Stunden in unserem Pool, am Strand, in der City, beim Go – cart fahren (Gott sei dank ist keinem etwas ernsthaftes passiert, den Carts dafür um so mehr) usw.

Einzig die Abende gestalteten sich für einen tanzwütigen Kegelclub als schwierig. Keine kölsche Musik weit und breit. Und auch gepflegte Diskofox konnte im Koffer bleiben.

Ungebetener Besuch von Langfingern

Nach ein paar Tagen kamen dann ganz ungebetene Gäste zu uns, welche uns wohl bestrafen wollten. Während 4 von uns einkaufen waren, hielt sich der Rest der Truppe im Pool oder im Haus auf. In dieser Zeit wurde bei uns eingebrochen. Lustig, war der Realisierung bei uns. Zunächst einmal suchte unser Tobi mal wieder (man könnte auch schreiben wie immer) sein Handy. Das beunruhigte mal noch gar keinen. Dann konnte Rex seine Geldbörse nicht finden, auch das kam mir nur bedingt komisch vor, bestimmt irgendwo hingedonnert. Als dann aber auch der JJ sein Handy nicht fand, wurde es Gewissheit. Lustig auch unser Anzeigeweg. Erst zu den dicken Kumpels von der „Policia Local“, nicht zuständig. OK, ab nach Calpe zur „Guardia Civil“, auch diese waren froh, nicht zuständig zu sein. Nächster Ort. Zuständig – vielleicht, zur Zeit aber Siesta. Gut, das war dann der erste Mann, der des Englischen ungefähr so mächtig war wie wir und die Anzeige wurde am nächsten Tag (nachdem 3 lustige Polizisten zu uns kamen und aus der ferne den Einbruch unter die Lupe nahmen) aufgenommen. Das führte leider teilweise zu einem kleinen Stimmungseinbruch und die Nacht darauf haben einige noch mehrere Einbrecher in Ihren Träumen gejagt und gehört. Und ja, ich gehörte eindeutig dazu.

Als wir dann vervollständigt wurden durch unsere noch fehlenden Mitglieder Lalas, Hase & Brillock ging es fröhlich und lustig weiter. Wir verbrachten unser Frühstück (welches irgendwie immer in der Mittagssonne stattfand) auf unserem Balkon, den Nachmittag bei lauter Musik und kühlen Getränken im Pool und den Abend beim grillen auf unserem Grundstück. Wirklich prächtig. Abends bot uns unser Pimp teilweise noch wunderbare Nachtwanderungen an. Das Wetter war bombastisch, Sonne pur.

Die Sonne scheint uns an einem Tag auch zu heftig auf den Kopf geschienen zu haben.

Schlank in die Eifel 2009

Es entwickelte sich eine sogenannte „Schnapsidee“. Da wir am Strand fast alle feststellen mussten, von unseren besten Zeiten auch schon ein paar Kilo´s entfernt zu sein und wir uns besser in der Eifel im dicken Pulli machen würden, entwickelte sich das Motto „Schlank in die Eifel 2009“. Jeder von uns legte im bedröhnten Kopf eine Kilozahl fest, welche er abnehmen möchte. Beim ersten Kegeln wurde nun das wiegen eingeführt. Insgesamt haben wir uns ca. 90 Kilo abspecken vorgenommen. Wer sein individuell gestecktes Ziel nicht erreicht, darf bzw. wird eine Halbmarathon in Leverkusen in EB – Outfit laufen. Ziel ist der August. Und wir nehmen es ernster, als ich es mir gedacht hätte und die ersten Erfolge haben sich bereits eingestellt.

Leider endet auch dieser tolle Kurzurlaub irgendwann einmal. Und so verließen wir Calpe und Spanien wieder Richtung Deutschland. Ein großes Dankeschön gilt noch einmal den beiden Organisatoren, Paul „Q´cha“ Fritsche und Sascha „Ö“ Kramer!!!!

Weil wir so …. sind, das weiß ein jedes Kind.